Sonntag, 31. Dezember 2017

Friedrich Schiller: Der Geisterseher


" - Wahrlich, gnädigster Herr, selbst nicht einmal ein dramatischer Schriftsteller, der um die erbittlichen drei Einheiten seines Aristoteles verlegen war, würde einem Zwischenakt soviel Handlung aufgelastet, noch seinem Parterre einen so starken Glauben zugemuthet haben." (S. 80,23-28)

Friedrich Schiller

Der Geisterseher

(1787-1789)

Der Text dieser Edition folgt originalgetreu dem Erstdruck von 1787 - 1789

(c) 2009 Deutscher Taschenbuch Verlag, München

Freitag, 22. Dezember 2017

Clive Gamble, John Gowlett, Robin Dunbar: Evolution, Denken, Kultur




"In diesem Buch wollen wir der Frage nachgehen, wie unser leistungsfähiges soziales Gehirn in der Evolution entstanden ist. Zu diesem Zweck betrachten wir einerseits uns selbst und unsere engsten lebenden Verwandten – die Groß- und Kleinaffen – und andererseits die Schädel und Arte- | V fakte unserer fossilen Vorfahren. Zwischen beiden besteht eine Verbindung, nämlich die Größe des Gehirns und der Umfang der kleinen sozialen Gesellschaften, in denen sie leben. Wir werden uns mit dem Gedanken beschäftigen, dass unser Sozialleben der Faktor war, der das Wachstum unseres charakteristischsten Merkmals, des menschlichen Gehirns, vorangetrieben hat." (Vorwort S. V-VI)


Clive Gamble, John Gowlett, Robin Dunbar:


Evolution, Denken, Kultur

Das soziale Gehirn und die Entstehung des Menschlichen


(c) Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2016

Sonntag, 17. Dezember 2017

Jean Echenoz: Ein malayischer Aufruhr



"Dreißig Jahre zuvor hatten zwei Männer Nicole Fischer geliebt. Der Unbekannte, den sie ihnen vorzog, seines Zeichens Jagdflieger, hatte ebensowenig Zeit, sie zu heiraten, wie er Zeit hatte, sich aus seinem trudelnden Prototyp zu schleudern, der an einem Mittag im Mai über der Haute-Saóne pulverisiert wurde. Die Frucht seiner Anstrenungen, ein blondes Mädchen, drei Monate später auf den Namen Justine getauft, würde also den Nachnamen der Mutter tragen." (S. 7, die ersten drei Sätze)

Jean Echenoz:

Ein malayischer Aufruhr

Deutsch von Alain Claude-Sulzer
(c) Klett Cotta, Stuttgart 1989

Samstag, 9. Dezember 2017

Charles M. Doughty: Reisen in Arabia Deserta. Wanderungen in der Arrabischen Wüste 1876-1878


""Dies ist das Reich der Beduinen", sagte Zeyd und wies mit seiner dunklen Hand auf das wilde Land vor uns. Er beobachtete mich, um zu sehen, ob der Städter nicht etwa vom bloßen Anblick der menschenleeren Wüste entmutigt würde." (S. 65)

Charles M. Doughty:

Reisen in Arabia Deserta
Wanderungen in der Arabischen Wüste 1876-1878

(c) dieser Auswahl 1979 DuMont Buchverlag, Köln

Freitag, 1. Dezember 2017

Gotthold Ephraim Lessing: Miß Sara Sampson


"Ja, ich will Ihnen entdecken, Miß, daß Sie mich hassen werden, daß Sie mich hassen müssen. - Sie sollen den Ihnhalt nicht erfahren: nein von mir nicht! - Aber Sie werden ihn erfahren - Sie werden - "


Gotthold Ephraim Lessing: Miß Sara Sampson
Ein bürgerliches Trauerspiel in fünf Aufzügen
Berlin 1755

(2.)

Samstag, 11. November 2017

Simon Bohn: Die Ordnung des Selbst


"Die hegemoniale Vorstellung gelingender Lebensführung folgt in den westlichen Industriestaaten einem Autonomieversprechen, welches große Teile der Bevölkerung an den Rand ihrer Belastbarkeit bringt (vgl. etwa Ehrenberg 2004; Rosa 2005; Bröckling 2007: 58). Waren Eigenverantwortung, Initiative und Selbstorganisation einst positive Verheißungen einer Wiederaneignung entfremdeter Arbeit (vgl. Boltanski und Chiapello 2006), führen sie unter Verantwortungsdruck, fehlenden realen Entscheidungsmöglichkeiten und einer zwanghaften Durchrationalisierung der Lebenswelt zu paradoxen Effekten. Im Zentrum der politischen Strategie gegenwärtiger Subjektivierung steht ein Individuum, das aus dem „Begehren nach Autonomie, Selbstverwirklichung und nichtentfremdeter Arbeit“ (Bröckling 2007: 58) die in |10 dividuelle Aufgabe macht, um die eigenen Handlungsmöglichkeiten, Bedürfnisse, Ressourcen und Kompetenzen zu wissen und sich an diesem Wissen auszurichten. " (Einleitung, S. 9-10)


Simon Bohn:

Die Ordnung des Selbst.
Subjektivierung im Kontext von Krise und psychosozialer Beratung

(c) 2017 transcript Verlag, Bielefeld


Inhalt:



Danksagung    | 7    
Einleitung    | 9  

1.  Bestandsaufnahmen    | 17  
1.1 Die Situation Studierender an deutschen Hochschulen   | 17
1.2 Die Psychosoziale Beratung der Studentenwerke  | 22 

2.  Das  kulturelle  Schema  der  Selbstreflexion    | 27  
2.1 Lebenskrisen als Orientierungsphasen  | 38
2.2 Die Selbsterzählung als Selbstentwurf  | 40
2.3 Die Ordnung des Selbst  | 42 

3.  Der  methodologische  Ort  der  Arbeit    | 47  
3.1 Forschungsperspektive  | 51
3.2 Forschungsdesign  | 59 

4.  Studie  I    | 61  
4.1 Methodische Anlage der Studie I  | 61
4.2 Strategien und Ziele  psychosozialer Beratung  | 77
4.3 Prinzipien der Beratungspraxis  | 94
4.4 Das Subjekt der Beratung  | 110 

5.  Studie  II    | 119  
5.1 Methodische Anlage der Studie II  | 119
5.2 Krisenbewältigung als Subjektivierungsprozess  | 127
5.3 Fabian F.: Wege der Rechtfertigung  | 138
5.4 Juliane Z.: Sich selbst verstehen lernen  | 157
5.5 Sandra R.: Die Therapeutisierung des Selbst  | 165
5.6 Franziska S.: Die Korrektur von Erwartungen  | 174 

6.  Subjektivierung  im  Angesicht  des  Scheiterns    | 187  

Literatur    | 197    

Anhang    | 223  
Interviewleitfaden, Studie I  | 223
Erklärung der Projektleitung und Einwilligungserklärung der Interviewten, Studie I und Studie II  | 226
Aufruf zur Teilnahme an der Studie, Studie II  | 227
Informationen zur Studie über die Situation von Studierenden in arbeitsbedingten Lebenskrisen, Studie II  | 229
Interviewleitfaden, Studie II, Interview 1  | 230
Interviewleitfaden, Studie II, Interview 2  | 232
Transkriptionsnotation  | 234
Interviewsequenzen  | 235

Dienstag, 31. Oktober 2017

Adam Haslett: Union Atlantic


Die ersten drei Sätze:

"Sie lagen den zweiten Abend im Hafen von Bahrain, als drüben im Admiralstab jemand beschloss, an Bord der Vincennes hätten alle zumindest mal eine Schachtel Zigaretten verdient. Die Geste kam gut an, bis - erst in der Kantine, dann in den Automaten - der Vorrat ausging und unter den Mannschaften und Unteroffizieren rund fünfzig zu kurz Gekommene sich um die einzige Anerkennung dessen betrogen fühlten, was sie durchgemacht hatten. Einige von ihnen strichen vor dem Bordsupermarkt herum, betrunken und deutlich der Meinung, der solle gefälligst aufmachen und das Versprechen einlösen."


Adam Haslett:

Union Atlantic

Aus dem Englischen von Uda Strätling

(c) 2009 Rowohlt Reinbeck bei Hamburg