Donnerstag, 11. April 2019

Gotthold Ephraim Lessing: Emilia Galotti



Vierter Aufzug, dritter Auftritt, die Gräfin Orsina

ORSINA: [...] Wie kann ein Mann ein Ding lieben, das, ihm zum Trotze, auch denken will? Ein Frauenzimmer, das denket, ist eben so ekel als ein Mann, der sich schminket. Lachen soll es, nichts als lachen, um immerdar den gestrengen Herrn der Schöpfung bei guter Laune zu erhalten. (S.66, 25-28.)


Gotthold Ephraim Lessing:

Emilia Galotti

1772

© 9. Auflage 2014, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main

Deutschsprachige Literatur: Aufklärung




Vierter Aufzug, dritter Auftritt, die Gräfin Orsina

ORSINA: [...] Wie kann ein Mann ein Ding lieben, das, ihm zum Trotze, auch denken will? Ein Frauenzimmer, das denket, ist eben so ekel als ein Mann, der sich schminket. Lachen soll es, nichts als lachen, um immerdar den gestrengen Herrn der Schöpfung bei guter Laune zu erhalten. (S.66, 25-28.)


Gotthold Ephraim Lessing:

Emilia Galotti

1772

© 9. Auflage 2014, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main

Mittwoch, 20. Februar 2019

Lew N. Tolstoi: Anna Karenina



Der Beginn:

„Alle glücklichen Familien ähneln einander; jede unglückliche aber ist auf ihre eigene Art unglücklich. Bei den Oblonskijs herrschte allgemeine Verwirrung. Die Frau des Hauses hatte von der Liebschaft ihres Mannes mit der früheren Gouvernante ihrer Kinder Kenntnis erhalten und erklärt, daß sie unter diesen Umständen nicht länger mit ihm unter einem Dache leben könne. Qualvoll lastete diese Situation nun schon drei Tage nicht nur auf den Ehegatten selbst, sondern auch auf den anderen Familienmitgliedern und den übrigen Hausgenossen.“ (S. 7)


 Lew N. Tolstoi

Anna Karenina

Aus dem Russischen von Fred Ottow

© 1875-77 russische Originalausgabe Petersburg

© 1955 d. A. Winkler Verlag, München