Samstag, 20. Oktober 2018

Shakespear: Viel Lärmen um Nichts


BEATRICE [zu Benedict]:
Ein wahres Glück für die Frauen; Ihr wäret ihnen ein gefährlicher Bewerber geworden. Ich danke Gott und meinem kalten Herzen, daß ich hierin mit Euch e i n e s Sinnes bin. Lieber wollt‘ ich meinem Hund eine Krähe anbellen hören, als einen Mann schwören, daß er mich liebe.“ (Erster Aufzug, Erste Scene)


Shakespeare:

Viel Lärmen um Nichts

um 1600

Freitag, 19. Oktober 2018

Herodot: Historien 7. Buch


„Im siebten Buch seiner Historien schildert Herodot den Feldzug des Xerxes gegen Griechenland im Jahr 480 v. Chr.: Das persische Heer zieht durch Kleinasien, überquert den Bosporus und marschiert weiter durch Nord- und Mittelgriechenland – bis ihm die Hellenen, ihnen voran die Spartaner, beim Engpass der Thermopylen entgegenstellen. Zahlenmäßig hoffnungslos unterlegen, ziehen die Spartaner in den sicheren Tod. Spätestens seit dieser Schlacht ist ihre eiserne Disziplin sprichwörtlich.“ (Klappentext)



Herodot:

Historien
7. Buch

Griechisch/Deutsch

Übersetzt von Christine Ley-Hutton

Herausgegeben von Kai Brodersen

© 2006 Reclam, Stuttgart

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Friedrich Schiller: Maria Stuart


MARIA:
Ich atme die Luft in einem englischen Gefängnis, /
Heißt das in England leben, der Gesetze /
Wohltat genießen? Kenn‘ ich sie doch kaum. /
Nie hab‘ ich eingewilligt, sie zu halten. /
Ich bin nicht dieses Reiches‘ Bürgerin, /
Bin eine freie Königin des Auslands. ( Zeile 722-727)

Friedrich Schiller:

Maria Stuart

1800 Uraufführung in Weimar


Montag, 1. Oktober 2018

Orhan Pamuk: Istanbul. Erinnerungen an eine Stadt


"Hier grenzt sich "hüzün" ganz deutlich von der Melancholie ab, die nur den Seelenzustand eines Individuums darstellt, und nähert sich der Bedeutung eines ähnlichen Begriffes an, der von Claude Lévi-Strauss in seinen 'Traurigen Tropen' verwendet wird. [...] "Hüzün" ist genauso wie 'tristesse' ein treffender Begriff, um nicht vom als Krankheit empfundenen Leiden eines einzelnen Menschen zu sprechen, sondern von millionenfach erlebter Kultur, Atmosphäre, Empfindung." (S. 120)

Orhan Pamuk:

Istanbul. Erinnerungen an eine Stadt

(c) Orhan Pamuk 2003
(c) Carl Hanser Verlag München 2006

Samstag, 29. September 2018

Edward W. Said: Orientalismus


"Kurz, der Orientalismus ist seither ein westlicher Stil, den Orient zu beherrschen, zu gestalten und zu unterdrücken. [...] Ich behaupte nämlich, dass man den Orientalismus als Diskurs auffassen muss, um wirklich nachvollziehen zu können, mit welcher enorm systematischen Disziplin es der europäischen Kultur in nichtaufklärerischer Zeit gelang, den Orient gesellschaftlich, politisch, militärisch, ideologisch, wissenschaftlich und |12 künstlerisch zu vereinnahmen - ja sogar erst zu schaffen." (S. 11-12]

Edward W. Said:

Orientalismus

(c) 1978, 1995, 2003
(c) 2009 S. Fischer Verlag, Frankfurt

Donnerstag, 16. August 2018

Gérard Genette: Die Erzählung


"Der spezifische Gegenstand dieser Untersuchung ist die Erzählung in A la recherche du temps perdu. Diese nähere Bestimmung verlangt sogleich zwei Bemerkungen unterschiedlichen Gewichts. Die erste betrifft die Definition des Corpus: Jeder weiß heute, dass die Recherche, als deren kanonischer Text seit 1954 die Ausgabe Clarac-Ferré gilt1, nur der letzte Zustand eines Werks ist, an dem Proust sozusagen sein Leben lang gearbeitet hat und dessen frühere Fassungen sich im Wesentlichen verteilen auf Les plaisirs et les jours (1896), Pastiches et mélanges (1919), die verschiedenen posthumen Sammlungen oder Inedita mit den Titeln Chroniques (1927), Jean Santeuil (1952) und Contre Sainte-Beuve (1954)2 sowie die etwa 80 Cahiers, die sich seit 1962 in der Handschriftenabteilung der Bibliothèque nationale befinden." (Vorwort)

1 A.d.Ü.: Mittlerweile abgelöst durch die neue Pléiadeausgabe in 4 Bänden, Paris 1987-1989. Zitiert wird aber hier, wie im Original, nach der Ausgabe Clarac-Ferré.

2 Die angegebenen Daten sind die der Erstveröffentlichun-gen, aber wir zitieren natürlich nach der zweibändigen Ausga-be Clarac-Sandre (Jean Santeuil précédé de Les plaisirs et les jours; Contre Sainte-Beuve précédé de Pastiches et mélanges et suivi de Essais et articles), Paris 1971, die zahlreiche Inedita enthält. Solange eine kritische Edition der Recherche noch aussteht, muss mitunter noch auf die Ausgabe Fallois des Contre Sainte-Beuve zurückgegriffen werden, da dort einige Seiten aus den Cahiers abgedruckt sind.

Gérard Genette:

Die Erzählung

(c) 1998 - 3. Auflage 2010 Wilhelm Fink GmbH & Co. Verlags-KG

Donnerstag, 26. Juli 2018

Dante Alighieri: Die Göttliche Komödie


"Ihr wandelt drunten im Philosophieren
Nicht eines Pfads; so weit entführt die Lieb' euch
Zum Scheinen und das Sinnen nach demselben.
Und solches trägt hier oben man mit minderm
Unwillen noch, als wenn die Heil'ge Schrift wird
Hintangesetzt, und wenn sie verdreht wird."
(Neunundzwanzigster Gesang, 85-90)



Dante Alighieri:

Die Göttliche Komödie


Aus dem Italienischen von Philalethes
(König Johann von Sachsen)

entstanden 1307-1321
erstmals gedruckt 1472