Samstag, 3. Oktober 2015

Bonaventura (E. A. F. Klingemann): Nachtwachen

  

"Da konnte ich nun nichts Bessers tun, als mir meine poetisch tolle Nacht in klare langweilige Prosa übersetzen, und ich brachte das Leben des Wahnsinnigen recht motiviert und vernünftig zu Papiere, und ließ es zur Lust und Ergötzlichkeit der gescheuten Tagwandler abdrucken." (S.41)




Bonaventura (E.A.F. Klingemann): Nachtwachen


188 Seiten
Stuttgart, 1964, 1990, Philipp Reclam jun. GmbH & Co. KG, bibliographisch ergänzte Ausgabe 2014

 Erstveröffentlichung: 1805




Inhalt


Erste Nachtwache
Der sterbende Freigeist

Zweite Nachtwache
Die Erscheinung des Teufels

Dritte Nachtwache
Rede des steinernen Crispinus über das Kapitel de adulteriis

Vierte Nachtwache
Holzschnitte; nebst dem Leben eines Wahnsinnigen als Marionettenspiel

Fünfte Nachtwache
Die Brüder

Sechste Nachtwache
Das Weltgericht

Siebente Nachtwache
Selbstporträtieren – Leichenrede am Geburtstage eines Kindes – Die Bänkelsänger – Injurienklage

Achte Nachtwache
Des Dichters Himmelfahrt – Absagebrief an das Leben – Prolog des Hanswurstes zu der Tragödie: der Mensch

Neunte Nachtwache
Das Tollhaus – Monolog des wahnsinnigen Weltschöpfers – Der vernünftige Narr

Zehnte Nachtwache
Die Winternacht – Der Traum der Liebe – Die weiße und die rote Braut – Das Begräbnis der Nonne – Lauf durch die musikalische Tonleiter

Eilfte [sic!] Nachtwache
Ahnungen eines Blindgebornen – Das Gelübde – Der erste Sonnenaufgang

Zwölfte Nachtwache
Der Sonnenadler – Die unsterbliche Perücke – Der falsche Haarzopf – Apologie des Lebens – Der Komödiant

Dreizehnte Nachtwache
Dithyrambus über den Frühling – Der Titel ohne das Buch – Das Invalidenhaus der Götter – Der Hintere der Venus

Vierzehnte Nachtwache
Die Liebe zweier Narren

Fünfzehnte Nachtwache
Das Marionettentheater

Sechzehnte Nachtwache
Das Böhmerweib – Der Geisterseher – Das Grab des Vaters


Des Teufels Taschenbuch

Zum Text
Anmerkungen
Bibliographie
Nachwort


Sonntag, 13. September 2015

Sebastian Conrad, Shalini Randeria, Regina Römhild (Hg.): Jenseits des Eurozentrismus

"Im Zuge dieser Auslagrung nationaler Grenzen an die Ränder der EU wurde das Asylrecht drastisch reduziert und Migration zunehmend - zumal seit den Terroranschlägen des Jahres 2001 - als Bedrohungsszenario der "inneren Sicherheit" dargestellt und skandalisiert. Migrations und Grenzpolitik wurden damit einem Sicherheitsdispositiv unterstellt (vgl. Walters 2004), das den Tod und die Illegalisierung von Menschen an den Grenzen Europas als "Kollateralschaden" implizit einkalkuliert."
 - Einleitung zur 2. erweiterten Auflage 2013, S. 24


Corad, Sebastian; Randeria, Shalini; Römhild, Regina (Hg):

 Jenseits des Eurozentrismus

 Postkoloniale Perspektiven in den Geschichts- und Kulturwissenschaften

2., erweiterte Auflage 2013
(c) 2002 Campus Verlag, Frankfurt

 

Inhalt

Das postkoloniale Europa: Verflochtene Genealogien der Gegenwart - Einleitung zur erweiterten Neuauflage (2013)
Shalini Randeria und Regina Römgild

Einleitung: Geteilte Geschichten - Europa in einer postkolonialen Welt
Sebastian Conrad und Shalini Randeria

I. Epistemologien

Undenkbare Geschichte: Zur Bagatellisierung der haitischen Revolution
Michel-Rolph Trouillot

Die Auslöschung der Differenz: Der Kolonialismus und die Ursprünge des Nationalismus bei Diderot und Herder
Anthony Pagden

Europa provinzialisieren: Postkolonialität und die Kritik der Geschichte
Dipesh Chakrabarty

Ex Oriente Nox: Indologie im nationalsozialistischen Staat
Sheldon Pollock
 

II. Transgressionen

III. Raumordnungen

Autorinnen und Autoren
Nachweise

Freitag, 11. September 2015

Raoul Schrott: Homers Heimat

 "Es waren noch nicht zwei oder drei Tage vergangen, so begab ich mich zum Dichter Homer, als wir beide Zeit hatten, und fragte ihn unter anderem auch, woher er sei, wobei ich bemerkte, daß bei uns die Frage bis jetzt noch lebhaft erörtert werde. Er erwiderte, er wisse sehr wohl, daß einige ihn für einen Chier halten, andere für einen Smyrnäer, viele für einen Kolophonier; er behauptete jedoch, ein Babylonier zu sein und bei seinen Mitbürgern nicht Homer, sondern Tigranes zu heißen."

Lukian (S. 339)


Raoul Schrott:
Homers Heimat
Der Kampf um Troia und seine realen Hintergründe

(c) 2008 Carl Hanser Verlag München






INHALT

Vorwort

1 Anfänge

  A - Homerische Legenden
  B - Danaer und Achaier im 2. Jahrtausend
  C - Die Achaier und  Troia
  D - Die Troianische Legende
  E - Troias Topographie
  F - Epische Motive der Bronzezeit
  G - Die Umbruchzeit
  H - Der kulturelle Neubeginn
  I - Blick über die Ägäis hinaus

2 Der Osten

  J - Mopsos und die griechischen Migrationen
  K - Zypern und die Kyria
  L - Ionier

3 Datierung und Text

  M - Datierung der Ilias
  N - Die Ilias als Text

4 Assimilationen

  O - Poetik
  P - Götter und Heroen
  Q - Literarische Quellen
  R - Schule und Sprache
  S - Die politischen Modelle des Epos
  T - Gilgamesh

5 Homers Heimat

  U - Kilikien
  V - Karatepe: Azatiwadas 'Troia'


6 Homers Zeitgeschichte

  W - Die Ilias und die kilikischen Revolten
  X - Thebe oder die Geschichte in der Geschichte
  Y - Homer

7 Der Westen

  Z - Zirkulation

Bildteil

  Bibliographie
  Bildnachweis
  Verzeichnis der Karten

Montag, 24. August 2015

Aristoteles: Topik


"Man darf aber nicht mit jedem disputieren und sich nicht mit dem ersten besten einlassen; denn je nachdem der Gegner ist, kann aus den Disputationen nichts Rechtes werden. Wollte man einen Widerpart, der um jeden Preis den Schein behaupten will, daß ihm nicht beizukommen sei, um jeden Preis matt stellen, so wäre das zwar gerecht, aber man würde sich selbst vergeben. Deshalb darf man nicht leichthin mit jedwedem anbinden. Denn da kann nichts herauskommen als böses Gerede."

Aristoteles: Philosophische Schriften Band 2

Topik
Sophistische Widerlegungen

Übersetzt von Eugen Rolfes

(c) Felix Meiner Verlag GmbH, Hamburg
1995




Inhalt Organon V

Topik

Erstes Buch
Kapitel 1.    Die Topik oder Dialektik und ihr Objekt
Kapitel 2.    Ihr Nutzen
Kapitel 3.    Der naturgemäße Grad ihrer Vollkommenheit
.......
Kapitel 18.  Von dem mannigfachen Nutzen, den die drei letztgenannten Mittel gewähren - Die dialektischen Örter oder Topoi als begründende Sätze im einzelnen

Zweites Buch
Kapitel 1.    Örter aus den Akzidenzen. Vorbemerkungen
Kapitel 2.    Widerlegende Örter. Das Kzidenz ist nicht Gattung. Die Akzidenzien der Genera sind nach den Arten zu beurteilen, die der verschiedenen Subjekte nach der Definition der letzteren. Aus dem Problem muß man einen Satz machen und ihn beanstanden. Man muß sehen, worin die Menge und worin die Weisen maßgebend sind.
Kapitel 3.    Örter, die gleichzeitig widerlegen und begründen. Verschiedene Bedeutung der Wörter.
.......
Kapitel 11.  Örter aus dem Zusatz, dem mehr oder minder Vorhandenen und dem beziehungsweise und irgendwann und irgendwo Vorhandenen.
 
Drittes Buch
 Kapitel 1.    Örter aus dem Akzidenz zur Begründung vergleichender Werturteile. - Vorbemerkung. - Wünschenswerter ist vor allem was in sich wertvoll ist, also länger dauert, wesenhaft etwas ist, für sich selbst Ursache des Guten ist usw.
Kapitel 2.    Wünschenswerter ist sodann was mit höheren Werten zusammenhängt, größer an Zahl ist, mit Lust verbunden ist und dergleichen

.......
Kapitel 6.   Örter für partikuläre Probleme. 
Viertes Buch
Fünftes Buch
Sechstes Buch
Siebentes Buch
Achtes Buch
Sachregister

Mittwoch, 19. August 2015

Anton Cechov: Ende gut







"Ich übernehme es, alle, die Cechov kritisieren, umzubringen - diese stumpfsinnigen, großmäuligen, schimmelbedeckten Kunstkenner. Um Cechov zu verstehen, muß man ganz einfach ein anständiger Mensch sein." Maxim Gorki

Anton Cechov: Ende gut

Frühe Erzählungen
1886 - 1887

(c) 2002 Diogenes Verlag AG Zürich
Umschlagfoto: Anton Cechov in Feodosija 1888





Inhalt

Kunst
Neujahrs-Großmärtyrer
Am Telephon
Entdeckung
Tod eines Schauspielers
Der dummer Franzose
Persona
Gift
Erzählung ohne Schluß
Nach Paris!
Auf dem Fluß
In der Osternacht
Ein Tag vor der Stadt
Überflüssige Menschen
Ein erster Schritt
Ein ruheloser Gast
Fremdes Leid
Du und Sie
Märtyrer
Gnadenbrot
Ein läppischer Fall
Eine ungute Nacht
Der Auftrag
Das Jubiläum
 

Freitag, 14. August 2015

Werner Dahlheim: Augustus



 "Die Eroberung von Ländern mit ganz unterschiedlicher Geschichte und eigenen politischen und sozialen Lebensformen forderte von Rom vielfältige militärische, politische und mentale Fähigkeiten. Die Dauer der errungenen Herrschaft zu sichern, verlangte nur die Eignung, die Eliten der Unterworfenen davon zu überzeugen, dass es ihrem und dem Glück ihrer Städte und Völker nützt, das Spruchrecht des römischen Siegers anzuerkennen." (S. 332)



Werner Dahlheim: Augustus
Aufrührer - Herrscher - Heiland

Eine Biographie

Jubiläumsedition 2013
(c) Verlag C.H. Beck oHG
München 2010

 

Umschlagabbildung:
Porträt des Augustus (Ausschnitt der Augustus-Statue von Pimaporta),
 (c) akg-images



INHALT


I. DIE REPUBLIK DANKT AB

II. DER KRIEG DER ERBEN

III. DIE VORHERRSCHAFT DES ANTONIUS

IV. DER GEFANGENE DES MEERES

V. "RAUM WAR NICHT FÜR UNS BEIDE IN DER GANZEN WEITEN WELT"

VI. ZERBRECHLICHE ORDNUNG

VII. "HERRSCHEN HEISST, DIE MACHT EINES GOTTES ZU BESITZEN"

VIII. JAHRZEHNTE DER BEWÄHRUNG

IX. DIE GESICHTER DER MACHT

X. DIE WIEDERKEHR DES GOLDENEN ZEITALTERS

XI. HERR ÜBER KRIEG UND FRIEDEN

XII. DAS REICH UND SEINE DIENER

XIII. SATT AN LEBEN

XIV. bOTSCHAFTEN DER GÖTTER

XV.  AUFRÜHRER; HERRSCHER UND HEILAND: DIE ERINNERUNG AN EINEN RÖMER

XVI. ANHANG

Donnerstag, 13. August 2015

Johann Christoph Bürgel: Allmacht und Mächtigkeit



"Das vorliegende Buch ist das Ergebnis einer mehr als 30jährigen Beschäftigung mit der Welt des Islam, seiner Religion, seiner Kultur. Das Verhältnis des Autors zu seinem Gegenstand setzt sich zusammen aus Sympathie, ja Begeisterung, aber auch kritischer Distanz, - eine Gespaltenheit, wie sie im übrigen wohl jeder gebildete Europäer längst auch angesichts seiner eigneen Religion und Kultur empfindet." (im Vorwort)

 

Johann Christoph Bürgel: Allmacht und Mächtigkeit
Religion und Welt im Islam

(c) C. H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung (Oscar Beck),
München 1991





Erster Teil
Allmacht und Mächtigkeit
und ihre gesellschaftlichen Aspekte

Zweiter Teil
Die Wissenschaften und ihre religiöse Legitimierung

Dritter Teil
Ekstase und Ordnung - die Schönen Künste
und ihre "erlaubte Magie"

Vierter Teil
Mächtigkeit im Bereich von Erotik und mystischer Minne

Fünfter Teil
Allmacht und Mächtigkeit in der Gegenwart

Anhang