So wie es aussieht, ist dieser Literaturnobelpreisträger John M. Coetzee, ich weiß immer noch nicht, wie man seinen Namen ausspricht, auch ein Scherzkeks. In seinem 2009 auf deutsch erschienenen Roman „Sommer des Lebens“ macht er sich selbst, wie es scheint, zur Hauptfigur, auch wenn der J.M. Coetzee darin schon tot ist.
Da recherchiert ein Mann für eine Biographie über einen weltberühmten Schriftsteller und Nobelpreisträger aus Südafrika, er heißt John M. Coetzee, hat ein paar seiner Notizen und interviewt fünf Frauen aus dem Leben dieses Mannes. So entwickelt sich ein Bild dieses Schriftstellers und Menschen, wie er in den 1970er Jahren anscheinend gewesen ist. Dabei erfährt man eine ganze Menge über die Befindlichkeiten der Menschen und des Landes Südafrika.
Wenn ich feststelle, der lebende J.M. Coetzee sei ein Scherzkeks, so tue ich das deshalb, weil dieser einerseits recht amüsant schreibt, andererseits aber seine Leser aufs Glatteis führen, wenn nicht sogar verarschen will. Es sollte niemand auf die Idee kommen, das dieser tote J.M. Coetzee etwas mit dem Lebendigen zu tun hat. Schon auf den ersten Seiten lügt er über den Beruf seines Vaters. Natürlich hat dieser tote J.M. Coetzee vieles mit dem lebenden J.M. Coetzee gemeinsam: Ansichten, Überlegungen, Empfindungen, Befindlichkeiten. Doch weiß man es tatsächlich so genau? In jedem Fall denke ist, ist diese Unsicherheit beabsichtigt. Und ebenfalls scheint es mir beabsichtig zu sein, hier schon mal Stoff für mögliche Nachrufe des lebenden J.M. Coetzee zu liefern.
Alles in allem hat es mir spaß gemacht, diesen Roman zu lesen, da ich die südlichen Länder Afrikas von Reisen kenne. Für mich ist es der erste Coetzee, den ich gelesen habe. Wahrscheinlich werde ich aber wohl mal ein „richtiges“ Buch von ihm lesen müssen.
J. M. Coetzee: Sommer des Lebens
Aus dem Englischen von Reinhild Böhnke
© 2009 J. M. Coetzee
Für die deutsche Ausgabe:
© 2010 S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main
Umschlaggestaltung: Gundula Hißmann und Andreas Heilmann, Hamburg
Umschlagabbildung: Onimage/plainpicture
Donnerstag, 30. August 2012
Montag, 27. August 2012
Urs Augstburger: Als der Regen kam
Dieser außergewöhnlich Roman hat so seine Tücken. So recht konnte sich der Autor wohl nicht entscheiden, ob er eher einen Heimatroman oder einen Liebesroman schreiben wollte. Vielleicht sollte es ja auch ein generationenübergreifender Schicksalsroman werden? Bisher hatte Urs Augstburger Bergromane und Bergthriller geschrieben. Herausgekommen ist eine Mischung von allem, und dabei kommt es noch zweigeteilte daher. Die erste Hälfte ist ein langatmiger Entwicklungsteil, gibt sich spröde und diffus, durch den man sich fast kämpfen muß. Erst nach über hundert Seiten kommt dieser Roman dann so richtig in Fahrt und wird lebendig, spannungsreich, dramatisch und überraschend.
Helen Nesta hat Alzheimer. Ihr Sohn Mauro kehrt zurück in seine Heimatstadt und besucht sie im Pflegeheim, da sich ihr Zustand dramatisch verschlechtert hat. Die Heimatstadt rüstest sich wie jedes Jahr zu ihrem Jugendfest. Sympathisch kommt dieser Mauro auf den ersten Seiten nicht rüber. Er ist völlig überfordert, als er sich mit dem Verhalten und der Krankheit seiner Mutter konfrontiert sieht. Ein ganz merkwürdiger Typ: halb Schweizer, halb Italiener. Hm, die Eidgenossen waren ja schon immer ein recht eigenes Völkchen in Europa und ich frage mich gerade, ob mir da das Verständnis für diese Eigentümlichkeiten zunächst fehlt.. Aber halten wir mal zu gute, daß der Autor das beabsichtigte.
Die anderen wichtigen Männer in Helen Nestas Leben sind dann Pius Kobelt und Jakob Matter. Ganz klar die beiden waren in den 1950er Jahren Konkurrenten in ihren Bemühungen um die Gunst von Helen Nesta. Als Urs Augstburger Jakob Matter das erste mal als einen Großvater in die Erzählung einfließen läßt, er ist 75 Jahre alt, hüpft da noch ein elfjähriges Mädchen herum, welches sich schon seit Monaten auf dieses Jugendfest freut, um das ja die ganze Handlung gestrickt ist. Das erste Bild welches ich an dieser Stelle im Kopf hatte, war das von Heidi und dem Geißenpeter und dem Großvater, und ich dachte mir, daß kann jetzt nicht wahr sein. Aber doch, es ist war und ganz und gar beabsichtig von diesem Teufelsbraten Urs Augstburger. Ein paar Seiten später erwähnt er selbst den Großvater und diese Heidi. So mit seinen Lesern zu spielen, hat durchaus was.
Was macht eigentlich einen Heimatroman aus? Erst mal sind es natürlich die Orte, quasi die Kulisse, in und davor geschieht die Handlung. In diesem Fall ist es ein kleines schweizerisches Städtchen mit Tradition und irgendwie idyllisch gelegen: Da gibt es die mittelalterliche Altstadt, Türme, Stadtmauern und -tore, die Flüsse, die Wiesen, die Felder, die Wälder. Und die zweite Zutat für einen Heimatroman sind dann die Menschen die ganz offensichtlich von ihrer Heimat geprägt und beeinflußt wurden und deren Eigenheiten im Wechselspiel zu den Orten und dieser Kulisse herausgearbeitet werden. Na ja, so in etwa, ich habe mich bisher nie mit Heimatromanen beschäftigt. Aber dieser Roman ist ja auch kein reiner Heimatroman.
Ein Zentraler Punkt in diesem Roman ist das sogenannte Jugendfest, in diesem kleinen Städtchen, diesem idyllischen Schweizer Städtchen, welches eher bedeutungslos ist und welches sich verkehrstechnisch auch nicht weiterentwickelt. Auf den ersten hundert Seiten wird dieses Jugendfest immer wieder erwähnt und all seine Rituale und Bestandteile werden aufgezählt, aber es gibt keine Erklärung, was sie bedeuten. Doch jetzt, nachdem der Autor alle Personen vorgestellt hat, und die alle irgendwie in einer ganz bestimmten Beziehung zu diesem Jugendfest stehen, jetzt, so ab Seite 100, Seite 110, beginnt das Jugendfest und der Leser erfahrt Stück für Stück live, was diese Rituale und Bestandteile dieses Jugendfestes bedeuten und welche Mythen sich um es ranken. Das hat Urs Augstburger hervorragend gemacht, wenn man denn soweit liest und nicht vorher aufgibt. Aber Romane, die sich über hundert Seiten erst entwickeln müssen, ohne mich sofort einzunehmen, finde ich eigentlich Scheiße.
Absolut packend ist der zweite Teil, der nun zu recht Liebesroman und Schicksalsroman genannt werden darf . Inzwischen gewinnt auch Helen Nesta an Kontur. Literarisch eine Figur zu fassen, die an Alzheimer erkrankt ist, in einem Roman der in der Gegenwart handelt und gleichzeitig in der Vergangenheit, in der eben Helen Nesta die namentliche Hauptfigur ist, bedarf eines Kunstgriffes und wohl auch viel Phantasie. Der Kunstgriff ist, das Helens Sohn aus seiner Sicht ihr Leben erzählt und die Phantasie ist, das Urs Augstburger versucht, sich vorzustellen, was diese Helen wohl denken mag. So gibt es Textstellen, die kursiv geschrieben sind, die Helen denkt, so wie sich Augstburger das wohl denkt, wie sie denken könnte:
„Eine Unterschrift, besiegelt ist besiegelt, das Fest schon Jahrestage vorbei. Wozu der Anzug? Sein Malerkittel wäre so schön farbig, mit Flecken so rot wie ihre, jetzt trägt er schwarz und sie auch nicht weiß. Einer hat ein dickes Buch, ist das eine Zylinderkerbe auf der Stirn? Schwere Blumen mit schweren Köpfen auf dem Tisch, keine Granatblüten, und alle tuscheln, diese Heirat ist eine Beerdigung, sein Sarg ist leer, denn.“ (Zitat Seite 139)
Diese Anfangs gelegentlich eingeschoben Gedankenfetzen Helens kommen in der zweiten Hälfte des Romans häufiger vor. Ich halte diese Stellen für bedenklich und bin mir dabei nicht sicher, ob es tatsächlich möglich ist, das ein Alzheimer Patient in der Art denkt. Vielleicht hätte Augstburger auf diese kursiv dargestellten Stellen verzichten sollen und bei seinem Kunstgriff bleiben sollen..... aber, er hat es relativ vorsichtig getan, so daß es nicht weiter störend ist .
Ein weiteres Genre, in dem dieser Roman durchaus mithalten kann, wäre dann noch der Thriller. Die zweite Hälfte ist tatsächlich spannend, wunderbar geschrieben und man wartet auf den Showdown und auf das Lüften des Geheimnisses.
Leicht wird es dieser Roman nicht haben, dazu ist er zu unspezifisch und hat zu viele Eigenheiten und scheint auf zu vielen Hochzeiten zu tanzen. Unterm Strich aber, wenn man als Leser durchgehalten hat, offenbaren sich Ecken und Kanten, die das Leben aus und zu etwas besonderem machen. So wie dieses Buch.
Urs Augstburger: Als der Regen kam
© 2012 Urs Augstburger
© 2012 by J.G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger GmbH,
Schutzumschlag: Rothfos & Gabler, Hamburg
Unter Verwendung eines Fotos von © Gettyimages/Ecell
www.klett-cotta.de
Helen Nesta hat Alzheimer. Ihr Sohn Mauro kehrt zurück in seine Heimatstadt und besucht sie im Pflegeheim, da sich ihr Zustand dramatisch verschlechtert hat. Die Heimatstadt rüstest sich wie jedes Jahr zu ihrem Jugendfest. Sympathisch kommt dieser Mauro auf den ersten Seiten nicht rüber. Er ist völlig überfordert, als er sich mit dem Verhalten und der Krankheit seiner Mutter konfrontiert sieht. Ein ganz merkwürdiger Typ: halb Schweizer, halb Italiener. Hm, die Eidgenossen waren ja schon immer ein recht eigenes Völkchen in Europa und ich frage mich gerade, ob mir da das Verständnis für diese Eigentümlichkeiten zunächst fehlt.. Aber halten wir mal zu gute, daß der Autor das beabsichtigte.
Die anderen wichtigen Männer in Helen Nestas Leben sind dann Pius Kobelt und Jakob Matter. Ganz klar die beiden waren in den 1950er Jahren Konkurrenten in ihren Bemühungen um die Gunst von Helen Nesta. Als Urs Augstburger Jakob Matter das erste mal als einen Großvater in die Erzählung einfließen läßt, er ist 75 Jahre alt, hüpft da noch ein elfjähriges Mädchen herum, welches sich schon seit Monaten auf dieses Jugendfest freut, um das ja die ganze Handlung gestrickt ist. Das erste Bild welches ich an dieser Stelle im Kopf hatte, war das von Heidi und dem Geißenpeter und dem Großvater, und ich dachte mir, daß kann jetzt nicht wahr sein. Aber doch, es ist war und ganz und gar beabsichtig von diesem Teufelsbraten Urs Augstburger. Ein paar Seiten später erwähnt er selbst den Großvater und diese Heidi. So mit seinen Lesern zu spielen, hat durchaus was.
Was macht eigentlich einen Heimatroman aus? Erst mal sind es natürlich die Orte, quasi die Kulisse, in und davor geschieht die Handlung. In diesem Fall ist es ein kleines schweizerisches Städtchen mit Tradition und irgendwie idyllisch gelegen: Da gibt es die mittelalterliche Altstadt, Türme, Stadtmauern und -tore, die Flüsse, die Wiesen, die Felder, die Wälder. Und die zweite Zutat für einen Heimatroman sind dann die Menschen die ganz offensichtlich von ihrer Heimat geprägt und beeinflußt wurden und deren Eigenheiten im Wechselspiel zu den Orten und dieser Kulisse herausgearbeitet werden. Na ja, so in etwa, ich habe mich bisher nie mit Heimatromanen beschäftigt. Aber dieser Roman ist ja auch kein reiner Heimatroman.
Ein Zentraler Punkt in diesem Roman ist das sogenannte Jugendfest, in diesem kleinen Städtchen, diesem idyllischen Schweizer Städtchen, welches eher bedeutungslos ist und welches sich verkehrstechnisch auch nicht weiterentwickelt. Auf den ersten hundert Seiten wird dieses Jugendfest immer wieder erwähnt und all seine Rituale und Bestandteile werden aufgezählt, aber es gibt keine Erklärung, was sie bedeuten. Doch jetzt, nachdem der Autor alle Personen vorgestellt hat, und die alle irgendwie in einer ganz bestimmten Beziehung zu diesem Jugendfest stehen, jetzt, so ab Seite 100, Seite 110, beginnt das Jugendfest und der Leser erfahrt Stück für Stück live, was diese Rituale und Bestandteile dieses Jugendfestes bedeuten und welche Mythen sich um es ranken. Das hat Urs Augstburger hervorragend gemacht, wenn man denn soweit liest und nicht vorher aufgibt. Aber Romane, die sich über hundert Seiten erst entwickeln müssen, ohne mich sofort einzunehmen, finde ich eigentlich Scheiße.
Absolut packend ist der zweite Teil, der nun zu recht Liebesroman und Schicksalsroman genannt werden darf . Inzwischen gewinnt auch Helen Nesta an Kontur. Literarisch eine Figur zu fassen, die an Alzheimer erkrankt ist, in einem Roman der in der Gegenwart handelt und gleichzeitig in der Vergangenheit, in der eben Helen Nesta die namentliche Hauptfigur ist, bedarf eines Kunstgriffes und wohl auch viel Phantasie. Der Kunstgriff ist, das Helens Sohn aus seiner Sicht ihr Leben erzählt und die Phantasie ist, das Urs Augstburger versucht, sich vorzustellen, was diese Helen wohl denken mag. So gibt es Textstellen, die kursiv geschrieben sind, die Helen denkt, so wie sich Augstburger das wohl denkt, wie sie denken könnte:
„Eine Unterschrift, besiegelt ist besiegelt, das Fest schon Jahrestage vorbei. Wozu der Anzug? Sein Malerkittel wäre so schön farbig, mit Flecken so rot wie ihre, jetzt trägt er schwarz und sie auch nicht weiß. Einer hat ein dickes Buch, ist das eine Zylinderkerbe auf der Stirn? Schwere Blumen mit schweren Köpfen auf dem Tisch, keine Granatblüten, und alle tuscheln, diese Heirat ist eine Beerdigung, sein Sarg ist leer, denn.“ (Zitat Seite 139)
Diese Anfangs gelegentlich eingeschoben Gedankenfetzen Helens kommen in der zweiten Hälfte des Romans häufiger vor. Ich halte diese Stellen für bedenklich und bin mir dabei nicht sicher, ob es tatsächlich möglich ist, das ein Alzheimer Patient in der Art denkt. Vielleicht hätte Augstburger auf diese kursiv dargestellten Stellen verzichten sollen und bei seinem Kunstgriff bleiben sollen..... aber, er hat es relativ vorsichtig getan, so daß es nicht weiter störend ist .
Ein weiteres Genre, in dem dieser Roman durchaus mithalten kann, wäre dann noch der Thriller. Die zweite Hälfte ist tatsächlich spannend, wunderbar geschrieben und man wartet auf den Showdown und auf das Lüften des Geheimnisses.
Leicht wird es dieser Roman nicht haben, dazu ist er zu unspezifisch und hat zu viele Eigenheiten und scheint auf zu vielen Hochzeiten zu tanzen. Unterm Strich aber, wenn man als Leser durchgehalten hat, offenbaren sich Ecken und Kanten, die das Leben aus und zu etwas besonderem machen. So wie dieses Buch.
Urs Augstburger: Als der Regen kam
© 2012 Urs Augstburger
© 2012 by J.G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger GmbH,
Schutzumschlag: Rothfos & Gabler, Hamburg
Unter Verwendung eines Fotos von © Gettyimages/Ecell
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Freitag, 24. August 2012
Lars Saabye Christensen: Die blaue Kuppel der Erinnerung
„In jedem Mißgeschick steckt der Ansatz für eine wunderbare Geschichte: Ein Autor fällt von einer Bühne in Paris...“ so beginnt der Klappentext. Wenn ich jetzt die Uhrzeit nenne, wann das geschah, es geschah genau um 19.03 h, dann verrate ich nicht zuviel. Damit beginnt diese wunderbar schlicht und doch so klug erzählte Geschichte eines Jungen in Oslo, der sich im Jahre 1965 das Geld für eine elektrische Gitarre als Blumenbote nach der Schule verdient. Sein Vater ist ja mehr für ein zwölfbändiges Lexikon. Und nach 222 Seiten sitzt dieser Autor um 19.04 h wieder auf dem Stuhl auf dieser Bühne. So währt also die Blaue Kuppel der Erinnerung nur eine Minute...
Lars Saabye Christensen gilt in Norwegen als literarischer Superstar, seine Werke wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt und mit seinem Roman „Der Halbbruder“ gelang ihm vor wenigen Jahren der internationale Durchbruch und „wurde weltweit geradezu hymnisch aufgenommen und mit zahlreichen Literaturpreisen bedacht“. Eigentlich ist er ein Däne, der in Oslo lebt.
Von der ersten Zeile an war ich gebannt! Kurze Sätze, lange Sätze, Nebensätze, sehr lange Sätze. Alle Sätze von wunderschöner Schlichtheit, wie lang entbehrtes tägliches Brot. Und bei Gott, mit welchem Genuß beißt man in dieses Brot!
„Halvor Wight war nicht mehr mürrisch, mißtrauisch und auch nicht mehr verwirrt. Er war selig, gerührt, ja, erlöst ist auch ein Wort, was ich heute benutzen würde. Halvor Wight war erlöst. Ich war der Blumenbote. Ich war der Mittelsmann. Ich brachte Freude. Ich brachte süße Düfte in eingeschlossene Treppenhäuser. Ich lieferte das Licht in dunkle Eingänge und holte das Lächeln zurück auf die Gesichter. Ich war auch berührt. Es war gegenseitig.“ (Zitat Seite 35)
Mit diesem Buch feiert Christensen sein dreißigjähriges Jubiläum als Schriftsteller und nimmt uns mit in die Vergangenheit eines Autors, bis hin zu einer Gitarre, einem Blumenladen, zu Aurora Stern, erzählt nebenher von Hamsun, dem Literaturnobelpreisträger, der dann während des Krieges die Partei der Deutschen ergriff und ein norwegischer Nazi wurde und es gibt 1965 keine Straße in Oslo, die nach ihm benannt wurde. Es ist schon unglaublich wie viele tragische Figuren in diesen Erinnerungen lebendig werden. Lebendig und irgendwie auch komisch, denn nichts ist komischer als das Tragische.
„Erinnerungen verschieben sich. Erinnerungen verschleiern und decken auf, sie ziehen ab und fügen hinzu, in einer anderen Art von Mathematik, Erinnerungen kalfatern von Neuem. Und so erzählen wir es. Der Winter folgt dem Frühling. Sonntag kommt nach Mittwoch. Norden liegt neben Süden, es schneit im Juni, August aveny ist ein Ort, die Haxthausens gate 17 ein Geheimnis, und der Tod ist nicht das Ende.“ (Zitat Seite 48)
Lars Saabye Christensen: Die blaue Kuppel der Erinnerung
Aus dem Norwegischen von Christel Hildebrandt
© 2006 by J.W. Cappelens Forlag AS, Oslo
© der deutschsprachigen Ausgabe 2009 by btb Verlag in der Verlagsgruppe Random House GmbH, München
Umschlaggestaltung: semper smile, München
Umschlagmotiv: Terra Vista/Look-foto
Lars Saabye Christensen gilt in Norwegen als literarischer Superstar, seine Werke wurden in mehr als zwanzig Sprachen übersetzt und mit seinem Roman „Der Halbbruder“ gelang ihm vor wenigen Jahren der internationale Durchbruch und „wurde weltweit geradezu hymnisch aufgenommen und mit zahlreichen Literaturpreisen bedacht“. Eigentlich ist er ein Däne, der in Oslo lebt.
Von der ersten Zeile an war ich gebannt! Kurze Sätze, lange Sätze, Nebensätze, sehr lange Sätze. Alle Sätze von wunderschöner Schlichtheit, wie lang entbehrtes tägliches Brot. Und bei Gott, mit welchem Genuß beißt man in dieses Brot!
„Halvor Wight war nicht mehr mürrisch, mißtrauisch und auch nicht mehr verwirrt. Er war selig, gerührt, ja, erlöst ist auch ein Wort, was ich heute benutzen würde. Halvor Wight war erlöst. Ich war der Blumenbote. Ich war der Mittelsmann. Ich brachte Freude. Ich brachte süße Düfte in eingeschlossene Treppenhäuser. Ich lieferte das Licht in dunkle Eingänge und holte das Lächeln zurück auf die Gesichter. Ich war auch berührt. Es war gegenseitig.“ (Zitat Seite 35)
Mit diesem Buch feiert Christensen sein dreißigjähriges Jubiläum als Schriftsteller und nimmt uns mit in die Vergangenheit eines Autors, bis hin zu einer Gitarre, einem Blumenladen, zu Aurora Stern, erzählt nebenher von Hamsun, dem Literaturnobelpreisträger, der dann während des Krieges die Partei der Deutschen ergriff und ein norwegischer Nazi wurde und es gibt 1965 keine Straße in Oslo, die nach ihm benannt wurde. Es ist schon unglaublich wie viele tragische Figuren in diesen Erinnerungen lebendig werden. Lebendig und irgendwie auch komisch, denn nichts ist komischer als das Tragische.
„Erinnerungen verschieben sich. Erinnerungen verschleiern und decken auf, sie ziehen ab und fügen hinzu, in einer anderen Art von Mathematik, Erinnerungen kalfatern von Neuem. Und so erzählen wir es. Der Winter folgt dem Frühling. Sonntag kommt nach Mittwoch. Norden liegt neben Süden, es schneit im Juni, August aveny ist ein Ort, die Haxthausens gate 17 ein Geheimnis, und der Tod ist nicht das Ende.“ (Zitat Seite 48)
Lars Saabye Christensen: Die blaue Kuppel der Erinnerung
Aus dem Norwegischen von Christel Hildebrandt
© 2006 by J.W. Cappelens Forlag AS, Oslo
© der deutschsprachigen Ausgabe 2009 by btb Verlag in der Verlagsgruppe Random House GmbH, München
Umschlaggestaltung: semper smile, München
Umschlagmotiv: Terra Vista/Look-foto
Sonntag, 19. August 2012
Samstag, 18. August 2012
Alain Claude Sulzer: Aus den Fugen
Eine nette, gefällige Form der Unterhaltung ist der neue Roman „Aus den Fugen“ von Alain Claude Sulzer, der sicher keine weiteren Spuren beim Leser hinterlassen wird, als eben das Gefühl, nett unterhalten gewesen zu sein.
Die Hauptfigur ist ein Starpianist, Marek Olsberg, der auf offener Bühne, in Berlin, vor dem Publikum, seine Darbietung einfach abbricht, den Klavierdeckel schließt und beim Hinausgehen gesagt haben soll: „Das war’s dann.“ Wie durch ein Kaleidoskop, erfahren wir nun, wie Sulzer verschiedene Personen, Orte und Handlungen mit einander verknüpft, oder auch nicht; erzählt in einem leichten Plauderton und so manches erinnert den Leser oder die Leserin an selbstgedachtes, erfahrenes oder gefühltes und das verbreitet ein wohliges Gefühl, wenn man es liest.
Da gibt es zum Beispiel noch den Leihkellner. „Er sah immer noch gut aus, war aber nicht mekr anziehend genug, um Geld mit seinem Aussehen zu verdienen, wie er es früher hin und wieder getan hatte, als Fotomodell, manchmal sogar für Bademode. Er hatte den Absprung nach oben verpaßt, falscher Agent, schlechte Zeit, nicht die richtigen Freunde, eigentlich gar keine.“
Oder Esther; „Sie war vierundfünfzig und dachte jeden Tag mindestens einmal daran, daß sie auf die sechzig zuging, ... Sie war nicht fett, aber sie war eine Spur zu umfangreich. Sie war nicht unansehnlich, aber keiner drehte sich nach ihr um.“ Und Johannes, und Nico, und, und... oh jetzt habe ich vergessen wie die Edelnutte des Escortservice hieß.
Große Überraschungen sollte man allerdings nicht erwarten, obwohl der Verlag diesen Roman „ein symphonisches Werk, vielstimmig und mehrschichtig, ein Webteppich von Schicksalen, die – aufs wunderlichste verknüpft – um ein unerwartetes Ereignis kreisen.“ Das ist hemmungslos gestrunzt und übertrieben, als ginge es darum, ein literarisches Meisterwerk anzupreisen. Es ist ein Unterhaltungsroman. Von mir aus auch ein gehobener.
Alain Claude Sulzer: Aus den Fugen
Verlag Galiani Berlin
© 2012, Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co.KG, Köln
Umschlaggestaltung: Manja Hellpap und Lisa Neuhalfen, Berlin
Abbildung: © Getty Images und Monika Schroeder
Die Hauptfigur ist ein Starpianist, Marek Olsberg, der auf offener Bühne, in Berlin, vor dem Publikum, seine Darbietung einfach abbricht, den Klavierdeckel schließt und beim Hinausgehen gesagt haben soll: „Das war’s dann.“ Wie durch ein Kaleidoskop, erfahren wir nun, wie Sulzer verschiedene Personen, Orte und Handlungen mit einander verknüpft, oder auch nicht; erzählt in einem leichten Plauderton und so manches erinnert den Leser oder die Leserin an selbstgedachtes, erfahrenes oder gefühltes und das verbreitet ein wohliges Gefühl, wenn man es liest.
Da gibt es zum Beispiel noch den Leihkellner. „Er sah immer noch gut aus, war aber nicht mekr anziehend genug, um Geld mit seinem Aussehen zu verdienen, wie er es früher hin und wieder getan hatte, als Fotomodell, manchmal sogar für Bademode. Er hatte den Absprung nach oben verpaßt, falscher Agent, schlechte Zeit, nicht die richtigen Freunde, eigentlich gar keine.“
Oder Esther; „Sie war vierundfünfzig und dachte jeden Tag mindestens einmal daran, daß sie auf die sechzig zuging, ... Sie war nicht fett, aber sie war eine Spur zu umfangreich. Sie war nicht unansehnlich, aber keiner drehte sich nach ihr um.“ Und Johannes, und Nico, und, und... oh jetzt habe ich vergessen wie die Edelnutte des Escortservice hieß.
Große Überraschungen sollte man allerdings nicht erwarten, obwohl der Verlag diesen Roman „ein symphonisches Werk, vielstimmig und mehrschichtig, ein Webteppich von Schicksalen, die – aufs wunderlichste verknüpft – um ein unerwartetes Ereignis kreisen.“ Das ist hemmungslos gestrunzt und übertrieben, als ginge es darum, ein literarisches Meisterwerk anzupreisen. Es ist ein Unterhaltungsroman. Von mir aus auch ein gehobener.
Alain Claude Sulzer: Aus den Fugen
Verlag Galiani Berlin
© 2012, Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co.KG, Köln
Umschlaggestaltung: Manja Hellpap und Lisa Neuhalfen, Berlin
Abbildung: © Getty Images und Monika Schroeder
Donnerstag, 16. August 2012
Ella Griffin: An und für Dich
Richtig gut ist dieser Roman nicht. Richtig schlecht aber auch nicht. Das letzte, was „frau“ braucht, ist allerdings, daß „man“ ihr sagt, was beste Frauenunterhaltung ist. Dies ist der erste Roman, den Ella Griffin, veröffentlicht hat. Sie wuchs in Dublin auf, wo sie heute noch lebt und arbeitete viele Jahre erfolgreich in der Werbebranche, läßt uns der Klappentext wissen. „Wer beim Lesen den Alltag ausschalten will, liegt hier genau richtig.“ verkündet der andere Flügel des Klappentextes und dazwischen liegen nun 476 Steinen „Frauenunterhaltung“. Diesen Begriff vergesse ich jetzt mal.
Saffy ist eine um die dreißig Jahre alte Frau, taff und erfolgreich in einer Werbeagentur. Ob sie nun eine Art Direktorin, oder schon eine Creativ Direktorin ist, erfährt man nicht so genau. Sie rettet aber im allergrößten Schlamassel große Etats für die Agentur. Seit sechs Jahren lebt sie mit einem Mann zusammen, der als halbnackter Feuerwehrmann der Held einer Fernsehserie ist. Am Rande sei erwähnt, daß sie ihn dazu gemacht hatte. Hinter jedem erfolgreichen Manne, steckt in der Regel eine ehrgeizige, kluge Frau.
Werbeagentur und Fernsehen sind schon mal die beiden ersten Zutaten für dieses „Gericht“. Die beiden haben gemeinsame Freunde: Connor, ein Lehrer und Jess, die nebenher arbeitet und die zusammen Zwillinge haben und dennoch unbeschreiblich guten Sex haben und nicht die Finger voneinander lassen können. Ah ja, Connor arbeitet an einem Roman, den er an seinem provisorischen Arbeitsplatz unter einer Treppe schreibt. Ob es nun Jill war, Jill ist Saffys Mutter, die Saffy beeinflußte, gerade am Valentinstag, nach sechs Jahren Beziehung, von Gregg, dem halbnackten Feuerwehrmann (er ist wenigsten einmal in jeder Folge der Serie halbnackt zu sehen) einen Heiratsantrag zu erwarten, oder der anstehende Valentinstag, mit dem dieser Roman beginnt. Sie sehen also, es gibt noch eine ganze Menge anderer Zutaten, aus denen sich tatsächlich ein traumhaftes Gericht zaubern ließe.
Ich sagte Anfangs, nicht richtig gut und nicht richtig schlecht. Aber nach dem ersten Drittel dieses Romans war klar, daß das nicht reichen kann, um beste Frauenunterhaltung genießen zu können. Was hat Ella Griffin getan mit all diesen Zutaten? Von allem zuviel genommen und das dann auch noch verlängert!
Ihre Beschreibungen sind eine Aneinanderreihung ohne Raffinesse und wie die Geschichte weiter und aus gehen wird, scheinst so sicher wie das Amen in der Kirche zu sein. Handlung, Spannung, Humor und Ironie, das überraschende Moment; ja vorhanden, aber irgendwie zugekleistert und man könnte meinen, Ella Griffin glaubt das alles, was sie da schreibt und Frauenunterhaltung sei was für doofe, die ihr Gehirn ausschalten beim Einkaufen und die sich einfach nur weg träumen. Und am besten mit einem Abenteurer aus Australien, der schon alles war und nun das angesagteste Restaurant der Stadt hat, aber immer noch wie der Weltmeister im Surfen aussieht , aber wie seine eigene Spülhilfe daherkommt. Oder ist ihnen ein Ballonfahrer lieber? Der heißt Joe.
Wie gesagt: Das letzte was eine Frau braucht, ist ein Mann, der ihr sagt, was gute Frauenunterhaltung ist. Ich hoffe, Ella Griffin nimmt sich beim nächsten Roman mehr Zeit, um den dann kürzer zu schreiben. Als Hera Lind ihren ersten Roman schrieb, dachte sie zum Thema Frauenunterhaltung, daß sie das besser machen könnte. Und das machte sie dann auch.
Übrigens: Der Titel ist klasse!
Ella Griffin: An und für Dich
Aus dem Englischen von Jenny Merling und Isabel Bogdan
© 2012 Kiepenheuer & Witsch, Köln
Umschlaggestaltung: Barbara Thoben, Köln, basierend auf dem Originalumschlag von www.debbieclementdesign.com
Saffy ist eine um die dreißig Jahre alte Frau, taff und erfolgreich in einer Werbeagentur. Ob sie nun eine Art Direktorin, oder schon eine Creativ Direktorin ist, erfährt man nicht so genau. Sie rettet aber im allergrößten Schlamassel große Etats für die Agentur. Seit sechs Jahren lebt sie mit einem Mann zusammen, der als halbnackter Feuerwehrmann der Held einer Fernsehserie ist. Am Rande sei erwähnt, daß sie ihn dazu gemacht hatte. Hinter jedem erfolgreichen Manne, steckt in der Regel eine ehrgeizige, kluge Frau.
Werbeagentur und Fernsehen sind schon mal die beiden ersten Zutaten für dieses „Gericht“. Die beiden haben gemeinsame Freunde: Connor, ein Lehrer und Jess, die nebenher arbeitet und die zusammen Zwillinge haben und dennoch unbeschreiblich guten Sex haben und nicht die Finger voneinander lassen können. Ah ja, Connor arbeitet an einem Roman, den er an seinem provisorischen Arbeitsplatz unter einer Treppe schreibt. Ob es nun Jill war, Jill ist Saffys Mutter, die Saffy beeinflußte, gerade am Valentinstag, nach sechs Jahren Beziehung, von Gregg, dem halbnackten Feuerwehrmann (er ist wenigsten einmal in jeder Folge der Serie halbnackt zu sehen) einen Heiratsantrag zu erwarten, oder der anstehende Valentinstag, mit dem dieser Roman beginnt. Sie sehen also, es gibt noch eine ganze Menge anderer Zutaten, aus denen sich tatsächlich ein traumhaftes Gericht zaubern ließe.
Ich sagte Anfangs, nicht richtig gut und nicht richtig schlecht. Aber nach dem ersten Drittel dieses Romans war klar, daß das nicht reichen kann, um beste Frauenunterhaltung genießen zu können. Was hat Ella Griffin getan mit all diesen Zutaten? Von allem zuviel genommen und das dann auch noch verlängert!
Ihre Beschreibungen sind eine Aneinanderreihung ohne Raffinesse und wie die Geschichte weiter und aus gehen wird, scheinst so sicher wie das Amen in der Kirche zu sein. Handlung, Spannung, Humor und Ironie, das überraschende Moment; ja vorhanden, aber irgendwie zugekleistert und man könnte meinen, Ella Griffin glaubt das alles, was sie da schreibt und Frauenunterhaltung sei was für doofe, die ihr Gehirn ausschalten beim Einkaufen und die sich einfach nur weg träumen. Und am besten mit einem Abenteurer aus Australien, der schon alles war und nun das angesagteste Restaurant der Stadt hat, aber immer noch wie der Weltmeister im Surfen aussieht , aber wie seine eigene Spülhilfe daherkommt. Oder ist ihnen ein Ballonfahrer lieber? Der heißt Joe.
Wie gesagt: Das letzte was eine Frau braucht, ist ein Mann, der ihr sagt, was gute Frauenunterhaltung ist. Ich hoffe, Ella Griffin nimmt sich beim nächsten Roman mehr Zeit, um den dann kürzer zu schreiben. Als Hera Lind ihren ersten Roman schrieb, dachte sie zum Thema Frauenunterhaltung, daß sie das besser machen könnte. Und das machte sie dann auch.
Übrigens: Der Titel ist klasse!
Ella Griffin: An und für Dich
Aus dem Englischen von Jenny Merling und Isabel Bogdan
© 2012 Kiepenheuer & Witsch, Köln
Umschlaggestaltung: Barbara Thoben, Köln, basierend auf dem Originalumschlag von www.debbieclementdesign.com
Sonntag, 12. August 2012
Miller & Stentz: Der Beste Tag meines Lebens
Dieses Buch einen „Hammer“ zu nennen, ist gar nicht so weit hergeholt. Fesselnd, hochinteressant und ganz anders als erwartet. Der erste Roman eine Autorenteams: Ashley Edward Miller und Zack Stenz. Und der Klappentext weißt sie als jahrelang erfolgreiches Team in Sachen Drehbücher aus, und die letzten Erfolge waren „X-Men: Erste Entscheidung“ und „Thor“.
Colin Fischer, ist 14 Jahre alt und wiegt 55 Kilogramm. Der Roman beginnt mit seinem ersten Tag an der Highschool. Bis zum Schulabschluß liegen noch 1.365 Tage vor ihm. „Colin hat das Asperger-Sydrom, eine leichte Form von Autismus: Gesichter lesen, Stimmungen erkennen, Gefühle begreifen – all das ist ihm eine verschlossene Welt.“ (Klappentext).
Eine Krankengeschichte? Ein Jugendbuch? Nichts von dem. Colins Welt eröffnet sich auf eine beeindruckende Weise als das Normalste auf der Welt. Als das Normalste für ihn. Welten tun sich auf, in die Miller & Stentz ungeahnte Einblicke verschaffen. Alltägliche Situationen, die Schule, die Familie, die Freundin.... oh, es hat den Eindruck als sei Colin verliebt! Ich dachte er hat keine Gefühle? Falsch gedacht....
„Der beste Tag meines Lebens“ ist keine Krankengeschichte und auch kein Jugendbuch, auch wenn es auf den ersten Blick so daherkommt. Diesen Roman zu lesen, gehörte sicher zu den besten Stunden meines Tages.
Ashley Edward Miller und Zack Stentz: Der beste Tag meines Lebens
Aus dem amerikanischen Englisch
von Henriette Zeltner
© 2012 Droemer Paperback
Umschlaggestaltung: ZERO Werbeagentur, München
Umschlagabbildung: © Luciano Lozano, Gettyimages
Colin Fischer, ist 14 Jahre alt und wiegt 55 Kilogramm. Der Roman beginnt mit seinem ersten Tag an der Highschool. Bis zum Schulabschluß liegen noch 1.365 Tage vor ihm. „Colin hat das Asperger-Sydrom, eine leichte Form von Autismus: Gesichter lesen, Stimmungen erkennen, Gefühle begreifen – all das ist ihm eine verschlossene Welt.“ (Klappentext).
Eine Krankengeschichte? Ein Jugendbuch? Nichts von dem. Colins Welt eröffnet sich auf eine beeindruckende Weise als das Normalste auf der Welt. Als das Normalste für ihn. Welten tun sich auf, in die Miller & Stentz ungeahnte Einblicke verschaffen. Alltägliche Situationen, die Schule, die Familie, die Freundin.... oh, es hat den Eindruck als sei Colin verliebt! Ich dachte er hat keine Gefühle? Falsch gedacht....
„Der beste Tag meines Lebens“ ist keine Krankengeschichte und auch kein Jugendbuch, auch wenn es auf den ersten Blick so daherkommt. Diesen Roman zu lesen, gehörte sicher zu den besten Stunden meines Tages.
Ashley Edward Miller und Zack Stentz: Der beste Tag meines Lebens
Aus dem amerikanischen Englisch
von Henriette Zeltner
© 2012 Droemer Paperback
Umschlaggestaltung: ZERO Werbeagentur, München
Umschlagabbildung: © Luciano Lozano, Gettyimages
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